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Grundschule Am Lettenholz

icon.crdate27.07.2026
Die Bauarbeiten am Interimsgebäude für die Ganztagsbetreuung sind im Gange.
Bauarbeiten am Interimsgebäude für Ganztagsbetreuung
Wer nur einen flüchtigen Blick in Richtung der Grundschule Am Lettenholz geworfen hatte, konnte meinen, der Kran sei beim Bau der Umgehungsstraße eingesetzt. Tatsächlich war er wesentlich für den Bau des Interimsgebäudes für die Ganztagsbetreuung, die ab dem neuen Schuljahr verpflichtend ab Jahrgangsstufe 1 eingeführt wird.
Auf Lastwägen wurden Anfang der Woche die zwölf Module geliefert. Der Autokran hievte die zwischen fünf und 13,5 Tonnen schweren Teile an Ort und Stelle auf das zuvor vorbereitete Fundament. Bauarbeiter sorgten routiniert für die Verschweißung der Elemente. Inzwischen läuft der Innenausbau auf den 255 Quadratmetern, aufgeteilt in zwei Gruppenräume, Sanitäranlagen, einem Speiseaal samt Ausgabeküche und einem Büro für das Personal. Auch eine überdachte Terrasse gehört zu dem neuen Gebäude.
Notwendig geworden war dieses, da schon in den letzten Jahren die Räumlichkeiten der Mittagsbetreuung der Grundschule Am Lettenholz zu beengt waren. Mit dem Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027 und der zu erwartenden Anzahl von Anmeldungen an dieser Grundschule entschied sich der Stadtrat, den Bedarf durch einen Neubau zu decken. Vor dem Hintergrund, dass das Schulgebäude aus dem Jahr 1958 an diesem Standort mittelfristig nach einem noch zu erstellenden Gesamtkonzept erneuert werden muss, fiel die Wahl auf eine Interimslösung in Modulbauweise. Diese ist auf eine Nutzung von zehn bis 15 Jahren ausgelegt. Sowohl an der Jahn-Grundschule als auch an der Südschule hingegen reichen die Kapazitäten für die Betreuung der Grundschulkinder aus.
Die Arbeiten am Dachstuhl und zum Innenausbau werden aller Voraussicht nach bis Ende August abgeschlossen. Zum Beginn des Schuljahres sollen dann auch die Fassade und die Außenanlagen fertiggestellt sein. Die Stadt kommt damit ihrer rechtlichen Verpflichtung als Sachaufwandsträgerin der Grund- und Mittelschulen nach. Sie muss für die baulichen Voraussetzungen zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung sorgen. An allen drei Grundschulen in Bad Tölz wird der Rechtsanspruch ab dem nächsten Schuljahr im Rahmen der offenen Ganztagsschule (OGTS) erfüllt. Hierfür muss die Stadt einen Mitfinanzierungsanteil an den Freistaat leisten. Der offene Ganztag findet statt in Verantwortung der Schulen; diese schließt einen Kooperationsvertrag mit einem Träger ab. Bei der Grundschule am Lettenholz ist das AWO Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen.
Für das Gebäude investiert die Stadt 1,1 Millionen Euro, zuzüglich der Innenausstattung; Fördergelder in Höhe von bis zu 70 Prozent erhält die Stadt nur dafür. Ergänzend kommen die Mittel für die notwendigen Tiefbauarbeiten, Haustechnik und die Freianlagen hinzu.


